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Presseinfo
vom 10.05.2006
Christian Weisbrich
Stärkeres christdemokratisches Profil
für die große Koalition in Berlin
Anlässlich ihrer Frühjahrstagung in
Berlin haben die wirtschaftspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen
von CDU/CSU ein stärkeres christdemokratisches Profil in den
Arbeitsergebnissen der großen Koalition auf Bundesebene angemahnt.
"Der Koalitionskompromiss zum Allgemeinen Gleichstellungsgesetz ist
an der Basis und in der Wirtschaft kaum zu vermitteln", erklärte der
Vorsitzende des Sprechergremiums und NRW-Landtagsabgeordnete, Christian
Weisbrich. "Wer vor der Wahl die Umsetzung von EU-Recht 1:1
versprochen hat und jetzt vom Koalitionspartner umfangreiche
Dokumentationspflichten zum Minderheitenschutz oder Verbandsklagerecht
für Betriebsräte und Gewerkschaften in das Gesetz geschrieben bekommt,
kann nicht zufrieden sein", so Weisbrich.
Überlegungen, Arbeitnehmer unter 25 Jahren
und über 55 Jahren mit Hilfe von Kombilöhnen wieder in den
Arbeitsprozess einzugliedern, trafen nach Angaben von Weisbrich dagegen
auf breite Zustimmung. Geeignete Einsatzfelder seien vor allem Bereiche,
wo zusätzliche Arbeitsplätze entstehen könnten, etwa der Sektor
haushaltsnaher Dienstleistungen. In diesem Zusammenhang warnten die
Länder-Wirtschaftsexperten vor der Einführung eines einheitlichen
Mindestlohns. "Ein einheitlicher Mindestlohn hebelt die Tariffreiheit
aus, macht das Lohnfindungssystem starrer anstatt flexibler und vernichtet
Arbeitsplätze", fasste Weisbrich das Diskussionsergebnis zusammen.
Ebenso kritisch stehen die Unionsexperten
der von der SPD erzwungenen "Reichensteuer" und dem
Steuererhöhungsgerede des designierten SPD-Vorsitzenden Beck gegenüber.
"Der Staat hat nicht zu wenig Einnahmen, er verspricht nur
zuviel", war die einhellige Meinung der Landespolitiker. Deshalb
schlugen sie vor, die für 2006 erwarteten Steuermehreinnahmen konsequent
zur Senkung der Lohnnebenkosten einzusetzen, um so den
wachstumsschädlichen Auswirkungen der beschlossenen
Mehrwertsteuer-Erhöhung um drei Prozentpunkte entgegenzuwirken.
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