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Presseinfo
vom 23.08.2006
Christian Weisbrich
Fragen über Fragen
- auch nach dem Wirtschaftsausschuss - über den
geplanten Börsengang der RAG
"Der
Vorstandsvorsitzende der RAG, Werner Müller, hat unter
Beweis gestellt, dass er seinen Doktorhut als
Kommunikationswissenschaftler voll und ganz
verdient", sagte der stellvertretende
CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Weisbrich nach dem
heutigen Wirtschaftsausschuss. "Leider war die
Beantwortung der für den Börsengang zentralen
ökonomischen Fragen nicht ganz so brillant."
Die Frage, ob die
RAG-Rückstellungen nicht in den Verkaufserlösen des
weißen Bereichs schon zu einem großen Teil enthalten
sind, wurde nur unzureichend beantwortet. Eine Antwort
auf die Frage nach der Art und Weise der Bilanzierung
der RAG-Immobilien wurde erst gar nicht gegeben; sie
soll zu einem späteren Zeitpunkt schriftlich erfolgen.
"Es besteht die Gefahr, dass die Bilanz des
Unternehmens für den geplanten Börsengang schön
gerechnet wird", warnte Weisbrich und erinnerte an
den Börsengang der Deutschen Telekom, die seinerzeit
die Aktionäre schwer enttäuschte, weil
Bewertungsabschläge notwendig wurden.
"Der Landtag kann
nur für einen Börsengang stimmen, wenn dies zum Wohle
des Landes beiträgt", betonte Christian Weisbrich.
Die Erläuterungen von Werner Müller reichen noch nicht
aus, um dermaßen weit reichende politische
Entscheidungen zu treffen.
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