Christian Weisbrich - Ihr Landtagsabgeordneter für den Kreis Viersen
 
Presseinfo vom 13.09.2006

Christian Weisbrich
Ladenöffnung: Die Sonntagskultur vor weiterer Verflachung schützen

Nachdem die Kompetenz zur Regelung der Ladenöffnungszeiten am 1. September 2006 vom Bund auf die Länder übergegangen ist, hat die Landesregierung als erstes Bundesland einen Entwurf für ein neues Ladenöffnungsgesetz vorgelegt. "Unser Credo ist es, zu ordnen - nicht zu regeln oder gar zu reglementieren. Wir wollen uns deswegen auch bei der Ladenöffnung darauf beschränken, den Rahmen vorzugeben, innerhalb dessen die Menschen ihre Dinge verantwortlich selbst regeln", erklärte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Christian Weisbrich. Der Gesetzesentwurf sieht vor, die Werktage für den Verkauf generell freizugeben, an Sonn- und Feiertagen ist der Verkauf bis auf wenige Ausnahmen verboten. Weisbrich: "Der Staat soll nicht länger Schiedsrichter sein zwischen einzelnen Vertriebsformen des Handels. Der Staat soll Unternehmern nicht länger vorschreiben, wann und wie lange sie arbeiten dürfen. Wer was, wann und wo kauft oder verkauft sollen die Marktteilnehmer künftig selbst entscheiden."

Der Sonntag bleibe bei der geplanten Erweiterung der möglichen Ladenöffnungszeiten ausgenommen, da er im christlich-jüdischen Kulturkreis eine überlieferte Institution von unschätzbarer Bedeutung sei. "Er ist Ausdruck des Glaubens, dass der Sinn menschlichen Lebens nicht im Zweckhaften und im Verrechenbaren aufgeht und dass wirtschaftliche Tätigkeit ihrerseits einer höheren Sinngebung bedarf. An Sonn- und Feiertagen haben die Menschen Gelegenheit, zu sich selbst zu kommen. Diese Tage schützen die Menschen davor, bloßes Funktionselement im Arbeits- und Wirtschaftsprozess zu werden. Deshalb wollen und werden wir die Sonntagskultur vor weiterer Verflachung schützen", sagte Weisbrich.

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