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Presseinfo
vom 06.12.2006
Christian Weisbrich
und Lutz Lienenkämper
Ein
Steinkohlesockel macht energiepolitisch keinen Sinn
Als "totalen
Unfug" bezeichnete Christian Weisbrich,
stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion,
die Forderung der NRW-SPD nach Dauersubventionen für
eine Steinkohleförderung von jährlich zehn Millionen
Tonnen. Im Jahr 1997 habe die NRW-SPD noch erklärt, 30
Millionen Tonnen Jahresförderung reichten nicht aus
für einen lebens- und leistungsfähigen Bergbau. 2000
waren es 20 Millionen Tonnen,2004 plötzlich nur noch 16
Millionen Tonnen. Weisbrich: "Und jetzt sollen 10
Millionen Tonnen die Lösung sein. An diese
Lügengeschichte können Sie doch selbst nicht mehr
glauben. Deshalb ist Ihr roter Steinkohlesockel nicht
mehr und nicht weniger als eine steuerfinanzierte
Propagandaaktion für vermeintliche
SPD-Stammwähler."
Auch der
wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion,
Lutz Lienenkämper, nannte es "völlig
unverständlich", dass die SPD die Verhandlungen
über das sozialverträgliche Auslaufen des
subventionierten Steinkohlebergbaus auf eine solche Art
zurückwirft: "Anstatt für Sozialverträglichkeit
zu sorgen, verhindern Sie so, dass für alle Beteiligten
endlich Planungssicherheit herrscht. Für das ewige hin
und her hat absolut niemand mehr Verständnis." Der
von der SPD geforderte Sockelbergbau
macheenergiepolitisch überhaupt keinen Sinn.
Lienenkämper: "Bereits heute liegt der Anteil der
heimischen Steinkohle an der Energieerzeugung bei
weniger als fünf Prozent. Im Gegensatz zu Öl- und
Gasvorräten liegen die Kohlevorkommen in politisch
stabilen Ländern. Gleichzeitig reichen die weltweiten
Vorräte noch für über 200 Jahre, was die Bedeutung
der heimischen Förderung weiter absinken lässt. Hier
besteht keinerlei Knappheit am Markt." Der Preis
für Importkohle liege bei etwa 60 Euro. Heimische
Steinkohle koste hingegen im Schnitt 191 Euro, ist also
dreimal so hoch. "Diese Differenz bürdet die SPD
wie selbstverständlich dem Steuerzahler auf. Jede
zukunftsgerichtete Verwendung des Geldes wird so
unmöglich. Anstatt in innovative Bereiche zu
investieren wird das Geld in einer nicht
zukunftsfähigen Industrie verbuddelt."
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