Christian Weisbrich - Ihr Landtagsabgeordneter für den Kreis Viersen
 
Presseinfo vom 11.07.2007

"Eiserner Rhein"

Das lange angekündigte Gutachten zum "Eisernen Rhein" liegt endlich vor. Das Gutachten trägt offiziell die Überschrift

"Grenzüberschreitender Schienengüterverkehr zwischen Antwerpen und Nordrhein-Westfalen - deutscher Teilabschnitt - Ergebnisbericht".
 

NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (4.v.r.) informierte sich über die Verhältnisse vor Ort in Schwalmtal und Viersen.

Es werden fünf Streckenführungen untersucht und zwar nur bezüglich der Neubauabschnitte. Bestehende Strecken werden nicht untersucht. Es gibt keine Aussagen zu Lärmschutzmaßnahmen und es gibt keinerlei Aussagen zu Kosten. 

Die Reaktion der betroffenen Anlieger reichen von Skepsis bis hin zur hellen Empörung. Die gefürchteten Beeinträchtigungen betreffen Lärm und Luftverschmutzung.

Die Deutsche Bahn und ebenso die privaten Bahnbetreiber sind aufgefordert, diese Befürchtungen ernst zu nehmen und endlich längst erprobte Maßnahmen zu ergreifen, Lärm und Luftverschmutzung nachhaltig zu reduzieren.

Solche Maßnahmen sind u.a.
- Einbau von Flüsterbremsen, die leiser sind und nicht die Laufräder der Waggons aufrauen, wodurch erhöhte Laufgeräusche entstehen.
- Einbau von Dieselmotoren mit reduzierten Abgasleistungen wie aufgrund Europäischer Normen für PKW und LKW vorgeschrieben.
- Ausreichende Lärmschutzmaßnahmen an neuen und bestehenden Strecken.

Prinzipiell müssen für Eisenbahnstrecken verbindliche Grenzwerte für Lärm und Luftverschmutzung festgelegt werden. Diese Maßnahmen kosten zwar viel Geld, sind aber aus vielen Gründen unverzichtbar. Außerdem ist es für die weitere Diskussion der Streckenführung für den "Eisernen Rhein" sehr wichtig, den Betroffenen zu erklären, ob es sich nur um Durchgangsverkehr ohne jeglichen Nutzen handelt, oder ob es für die gesamte Region auch Vorteile gibt, wie z.B.
- Personenverkehr-Anbindung an das Schienennetz,
- Eisenbahnanschluss für ein Frachtzentrum oder für Wirtschaftsunternehmen
- Eisenbahnanschluss nicht nur für Duisburg inkl. Hafen, sondern auch für die Häfen von Krefeld und Neuss.

Solange keine wirksamen Maßnahmen gegen Lärm und Luftverschmutzung ergriffen werden und solange der "Eiserne Rhein" nur Durchgangsverkehr und keine Vorteile bringt, ist jede Streckenführung durch den Kreis Viersen und durch die gesamte Region kategorisch abzulehnen.

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