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Düsseldorf,
den 16.9.2008
Christian Weisbrich
Verpflichtung zu
strukturell ausgeglichenen Haushalten einführen
"Der Vorschlag von
Finanzminister Helmut Linssen, für Bund und Länder den
Grundsatz eines ausgeglichenen Haushalts ohne Schulden
in der Verfassung festzuschreiben, findet bei uns, aber
auch bei der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, volle
Unterstützung. Wir haben von Anfang an eine
Nettoneuverschuldung "Null" gefordert.
Schulden wären dann nur noch für außerordentliche,
unvorhersehbare Notsituationen bei Zustimmung einer
Zweidrittelmehrheit im Parlament zugelassen", so
der stellvertretende Vorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion, Christian Weisbrich. Nicht
ausreichend sei dagegen aus Weisbrichs Sicht der
Vorschlag von Steinbrück. Der Bundesfinanzminister sei
gegenüber den zunehmenden Ausgabewünschen seiner SPD
eingeknickt. Sein Modell sieht die Möglichkeit einer
jährlichen strukturellen Neuverschuldung von rund 0,5
Prozent des Bruttoinlandsproduktes vor, also etwa 12
Milliarden Euro pro Jahr.
Der Argumentation des
Bundes der Steuerzahler, dass alle Steuermehreinnahmen
zur Absenkung der Nettokreditaufnahme hätten eingesetzt
werden können, stehen rechtlich begründete
Verpflichtungen Dritter entgegen, so der Finanzexperte
weiter. Weisbrich: "In der Sache klarzustellen ist,
dass wir den mit Abstand größten Anteil der
Steuermehreinnahmen zur Absenkung der
Nettokreditaufnahme eingesetzt haben, aber aus
verfassungsrechtlichen Gründen ebenfalls einen
gehörigen Anteil an die Kommunen weitergeben müssen.
Im Jahr 2009 bedeutet dies einen Ausgabenzuwachs von
fast 1,6 Milliarden Euro. Hinzu kommen zwangsläufige
Mehrausgaben bei Zinsen und Beamtenversorgung. Und: Wir
powern bei der Bildung! Das ist generationengerechte
Politik für Nordrhein-Westfalen."
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